Tomek - Storyland
Über die Arbeit2019 habe ich Tomek in Krakau kennengelernt. Er ist polnisch-amerikaner, aufgewachsen im polnischen Kolo, im ländlichen Umfeld, während der Eiserne Vorhang Europa noch teilte. Seine Familie hat eine lange Geschichte von Auswanderungen: Seit dem 19. Jahrhundert zieht es immer wieder Angehörige in die USA, manche blieben dort, andere kehrten zurück. Mit 18 Jahren ist auch Tomek nach New York gegangen. Er hat dort studiert, an der Wall Street gearbeitet und pendelt nun seit Jahren zwischen New York und Kolo. Für mich verkörpert er eine Art modernen Beatnik: Er bewegt sich mit derselben Leichtigkeit durch die Straßen von Brooklyn in Flip-Flops und Shorts wie über die Feldwege seines Geburtsortes. Diese ungezwungene Selbstverständlichkeit, mit der er zwischen diesen Welten hin- und herwechselt, beeindruckt mich. Immer wieder begleitete ich ihn mit der Kamera und wechselte dabei fotografisch zwischen dokumentarischer Beobachtung und inszenierter Erzählung. About the work I met Tomek in Krakow in 2019. He is Polish-American, raised in Kolo, Poland, in a rural environment while the Iron Curtain still divided Europe. His family has a long history of emigration: Since the 19th century, relatives have repeatedly moved to the USA – some stayed there, others returned. At 18, Tomek also went to New York. He studied there, worked on Wall Street, and has been commuting between New York and Kolo for years. To me, he embodies a kind of modern beatnik: He moves with the same ease through Brooklyn's streets in flip-flops and shorts as along the field paths of his birthplace. This casual self-evidence with which he navigates between these worlds impresses me. Again and again, I accompanied him with the camera, shifting photographically between documentary observation and staged narration.